Der Solnhofener Plattenkalk und seine Fossilien

 

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Der Solnhofener Plattenkalk und seine Fossilien
Ried



Interessanterweise ist der Steinbruch bei Ried nur 900 Meter Luftlinie in SW Richtung vom Hienheimer Bruch entfernt, gehört aber zu der Gemeinde Ried. Der Bruch selber ist Teil einer Erdaushubdeponie - es bleibt also nur zu hoffen das dieser auch in Zukunft begehbar bleibt.

Ansicht des Steinbruches bei Ried  - Bild © M.Sauter
Ansicht des Steinbruches bei Ried

Trotz der geringen Entfernung zum Hienheimer Bruch liegt hier eine etwas andere Fauna vor. Es liegen hier die oberen Hienheimer Schichten offen, wohingegen in Hienheim die unteren Schichten erschlossen sind. Neben Brachiopoden, Muscheln und Schlangensternen können hier auch Seesterne gefunden werden, die zu den absoluten Raritäten im Plattenkalk zählen.

Ein Brachiopode sowie ein Schlangenstern der Gattung Sinosura  - Bild © M.Sauter
Ein Brachiopode sowie ein Schlangenstern der Gattung Sinosura

Stratigraphisch sind die dortigen Schichten, ebenso wie in Hienheim, in das Untere Thiton, Malm zeta 3 datiert. Die Plattenkalke werden als sog. Mergelige Plattenkalke angesprochen. Im oberen Teil des Steinbruches gehen die Plattenkalke teilweise in Bankkalke über. Aufgrund der Fauna kann man davon ausgehen das die überlagernden Wasserschichten nicht wie in Solnhofen lebensfeindlich waren, sondern das Bodenleben zuliessen. Davon zeugen zahlreiche Spuren auf den Plattenoberflächen.

Seestern - Sammlung n.n. - Bild © M.Sauter
Seestern - Sammlung n.n.

Das Vorkommen von Seesternen verwundert nicht, da die Nahrungsgrundlage (Muscheln) vorhanden war. Man kann also davon ausgehen das auf dem Lagunenboden "das Leben tobte" - zumindest zeitweise.


 

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