Der Solnhofener Plattenkalk und seine Fossilien

 

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Der Solnhofener Plattenkalk und seine Fossilien
Fundorte


Eichstätt (Schernfeld, Wintershof u. a.)

Tharsis aus Eichstätt  - Bild © M.Sauter

Die dortigen Schichten werden als so genannte Lithografische Plattenkalke bezeichnet. Die Schichten wechseln sich mit Fäulen und Flinzen ab (siehe Geologie). Die Fossilien in der Eichstätter Gegend sind oftmals mit Weichteilen erhalten, wie auf dem Fisch rechts, ein Tharsis, erkennbar. Desweiteren finden sich viele andere Meereslebewesen, Lebewesen der angrenzenden Landmassen (Mitteldeutsche Insel), und in Ausnahmefällen auch Pflanzen. Hier ist die Fossiliensuche von privat in Besucherbrüchen möglich.




Solnhofen (Haardt, Maxberg u. a.)

Tharsis aus Solnhofen  - Bild © M.Sauter

Ebenfalls als Lithografische Plattenkalke bezeichnet finden wir hier zum Teil eine etwas andere Erhaltung, wie in dem Tharsis rechts erkennbar. Die hier gefundenen Fische, oftmals als Grätenfisch bezeichnet lassen nur das Skelett, aber nicht die Weichteile erkennen. Pfeilschwanzkrebse (Mesolimulus) dagegen liegen hier meist in besserer Erhaltung vor. Dieses veränderte Erhaltungsmuster zu dem nur wenige Kilometer entfernt liegenden Eichstätter Vorkommen zeigt das man jeden Fundort einzeln betrachten sollte. Auch in Solnhofen ist die Fossiliensuche von privat in Besucherbrüchen möglich.



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Zandt

Geocoma aus Zandt  - Bild © M.Sauter

Entgegen den klassischen Plattenkalkfundstellen Eichstätt und Solnhofen liegen die Fossilien hier völlig flachgedrückt vor, während in Solnhofen und Eichstätt die Fossilien zwar flach sind, aber eher einem Relief entsprechen. Dies zeigt sich besonders bei Krebsen. Das klassische Fossil aus Zandt ist der Schlangenstern Geocoma. In Zandt wird nicht mehr abgebaut so dass keine Neufunde mehr zu erwarten sind. Es bestehen daher keine Möglichkeiten selber Fossilien zu suchen.




Painten

Seeigel aus Painten  - Bild © M.Sauter

Die dortigen Kieselplattenkalke sind zwar sehr fossilreich, aber die Fossilien liegen innerhalb der Schichten und nicht wie bei den anderen Fundstätten auf der Plattenoberfläche. Diese sind daher meist nur im Querbruch zu erkennen und erfordern daher eine gewissenhafte Präparation. Die dort gefundenen Fossilien zeichnen sich durch eine sehr gute Erhaltung und eine schöne Färbung aus die zu dem hellen Stein sehr kontrastreich ist. Seeigel, wie der rechts gezeigte, kommen hier etwas häufiger vor. Auch hier besteht keine Möglichkeit selber zu suchen.



Hienheim

Ophiopetra aus Hienheim  - Bild © M.Sauter

Die dortigen Plattenkalke, als mergelige Plattenkalke bezeichnet, sind jünger als die Solnhofener Schichten. Oftmals finden sich hier, im Gegensatz zu Solnhofen und Eichstätt, Grabgänge und Ruhespuren die darauf hinweisen das ein anderes Klima (sauerstoffreiches Wasser) vorherrschte. Neben kleinen Fischen finden sich meist Schlangensterne der Gattungen Sinosura und Ophiopetra, die zum Teil in bestimmten Schichten massenhaft vorkommen.




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Ried

Seestern aus Ried - Sammlun n.n.

Stratigraphisch sind die dortigen Schichten, ebenso wie in Hienheim, in das Untere Thiton, Malm zeta 3 datiert. Die Plattenkalke werden als sog. Mergelige Plattenkalke angesprochen. Trotz der geringen Entfernung zum Hienheimer Bruch liegt hier eine etwas andere Fauna vor. Neben Brachiopoden können hier auch echte Seesterne gefunden werden.




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Brunn

Zamites aus Brunn  - Bild © M.Sauter

Die Schichten in Brunn werden als rhythmische Plattenkalke bezeichnet. Im Gegensatz zu anderen Vorkommen sind Landpflanzen hier häufiger, wohingegen Tiere der offenen See kaum zu finden sind. Die bekannteste Landpflanze ist der zu den Palmfarnartigen gehörige Zamites, rechts ein Bild einer Wedelspitze. Man geht daher davon aus dass die Wannen hier von der offenen See weiter entfernt und näher am Festland (Mitteldeutsche Insel) lagen als andere Vorkommen. Es besteht auch hier keine Möglichkeit selber Fossilien zu suchen.



Nusplingen

XYZ aus Nusplingen

Die dortigen Schichten sind etwas älter als die in Solnhofen, dadurch kann man evolutionäre Änderungen (z.B. an dem Krebs Antrimpos) gut nachvollziehen. Während Exemplare aus Nusplingen 11 Kopfsporne haben, haben Exemplare aus Solnhofen nur noch 10. Das Gebiet des Nusplinger Plattenkalkes befindet sich in einem Schutzgebiet, so das Grabungen nur von behördlicher Seite aus unternommen werden können. Es besteht daher auch hier keine Möglichkeit selber Fossilien zu suchen.



Weitere Fossilienbilder finden Sie unter Fossilien.


 

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